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Datenschutzerklärung

Bee-ID · Fassung vom 2. Oktober 2026

Diese Erklärung beschreibt, welche Daten wir verarbeiten, wenn du Bee-ID nutzt — und ebenso, was passiert, wenn du als Finder einen fremden Code scannst. Sie ist bewusst konkret gehalten: Jede genannte Frist und jeder genannte Dienstleister entspricht dem, was unser System tatsächlich tut.

1 Verantwortlicher

Verantwortlich für die Datenverarbeitung ist:
Bee-ID
Inhaber: Nico Rößler
Städtelner Str. 146, 04416 Markkleeberg
E-Mail: info@bee-id.com

2 Grundsätze

Wir verarbeiten personenbezogene Daten nur, soweit das für den jeweiligen Zweck erforderlich ist. Der Kern von Bee-ID ist ein Kontaktweg zwischen zwei Menschen, die einander nicht kennen sollen: Ein Finder erfährt nicht, wem der Gegenstand gehört, und du erfährst nicht, wer der Finder ist — es sei denn, eine Seite gibt ihre Daten von sich aus preis.

Wo eine Verarbeitung freiwillig ist, ist sie im Formular auch als freiwillig gekennzeichnet und lässt sich überspringen, ohne dass der Dienst dadurch unbrauchbar wird.

3 Hosting und Server-Logfiles

Beim Aufruf unserer Seiten erfasst der Server automatisch technische Daten (IP-Adresse, Browsertyp, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse). Das ist für den Betrieb und die Abwehr von Angriffen erforderlich. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an Sicherheit und Stabilität).

Gehostet wird bei der IONOS SE, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur. Es besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

4 Registrierung und 14-tägige Testphase

Mit der Registrierung startet automatisch die kostenlose 14-tägige Testphase des HIVE-PASS.

Verarbeitete Daten: Name und E-Mail-Adresse. Eine Anschrift erheben wir nur, wenn du etwas bestellst, das versendet oder abgerechnet werden muss.

Keine Zahlungsdaten: In der Testphase werden keine Zahlungsdaten erhoben.

Zweck: Bereitstellung des Nutzerkontos und der Schutzfunktionen. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

5 Ende der Testphase

Nach 14 Tagen wandelt sich nichts automatisch in ein kostenpflichtiges Abo. Möchtest du den Schutz behalten, buchst du ihn aktiv im Konto. Erst dann werden Zahlungsdaten verarbeitet.

Ohne Buchung wird dein Konto ruhend gestellt; die Schutzfunktionen sind dann inaktiv. Deine Einstellungen bewahren wir weitere 3 Monate auf, damit du jederzeit reaktivieren kannst. Danach wird das Konto dauerhaft deaktiviert und die personenbezogenen Daten werden gelöscht oder anonymisiert, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht — insbesondere die 10-jährige handels- und steuerrechtliche Aufbewahrung von Rechnungen.

6 Wenn dein Gegenstand gefunden wird

Dieser Abschnitt beschreibt den eigentlichen Zweck von Bee-ID und betrifft zwei Personen: dich als Eigentümer und den Finder.

a) Der Scan

Scannt jemand deinen Code, sieht er keine persönlichen Daten von dir — weder Name noch Anschrift oder Telefonnummer. Er landet direkt auf einem Fundformular. Für die Auswertung, wie oft Codes gescannt werden, speichern wir zum Scan Zeitpunkt, Sprache und einen nicht rückrechenbaren Prüfwert der IP-Adresse. Die IP-Adresse selbst wird dabei nicht gespeichert.

b) Die Fundmeldung

Im Fundformular macht der Finder folgende Angaben. Pflicht sind nur der Gegenstand, der Fundort und eine kurze Nachricht (sie ist vorausgefüllt) — alles Weitere ist freiwillig.

  • Nachricht und Fundort als Freitext: Inhalt und Umfang bestimmt der Finder selbst.
  • Ein Foto: Bevor das Bild hochgeladen wird, entfernt der Browser die im Bild gespeicherten Zusatzdaten (EXIF) — darunter auch der Aufnahmeort. Auf dem Server rechnen wir das Bild zusätzlich neu. Wir bitten darum, keine Personen zu fotografieren.
  • Der Standort: Er wird nur übermittelt, wenn der Finder den Standort-Knopf antippt und die anschließende Rückfrage bestätigt. Ohne diese zwei ausdrücklichen Bestätigungen erhebt Bee-ID keine Koordinaten. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung).
  • Der Abgabeort: Ein Freitextfeld für den Fall, dass der Gegenstand bereits abgegeben wurde — etwa im Fundbüro oder an der Rezeption.
  • Kontaktdaten des Finders: freiwillig E-Mail oder Telefonnummer. Sie werden dir nicht angezeigt — ihr bleibt füreinander anonym. Gibt der Finder eine Mobilnummer an, schicken wir ihm einmalig per SMS den Link zu seinem Chat. Darüber hinaus sieht nur unser Support diese Angaben, und zwar ausschließlich, wenn ein Chat als Missbrauch gemeldet wird. Wählt der Finder „Nur melden, ohne Chat“, speichern wir keine Kontaktdaten.
  • Der Notfallweg: Hat der Besitzer eine Vertrauensperson hinterlegt, kann der Finder stattdessen diese benachrichtigen — etwa, wenn die Person vor ihm nicht ansprechbar ist. Der Besitzer wird in diesem Fall trotzdem zuerst über den Fund informiert.

Alles, was der Finder einträgt, wird dir angezeigt, mit Ausnahme seiner Kontaktdaten. Das ist der Zweck der Meldung — und steht so auch für den Finder sichtbar über dem Formular. Rechtsgrundlage für die Meldung selbst: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse beider Seiten an der Rückgabe des Gegenstands), für die freiwilligen Zusatzangaben: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

c) Der Fund-Chat

Entscheidet sich der Finder für den Chat, entsteht ein Gesprächsfaden zwischen euch — ohne dass eine Seite die Kontaktdaten der anderen erfährt.

Zur Verschlüsselung, präzise: Der Inhalt der Nachrichten wird bereits in deinem Browser mit AES-256-GCM verschlüsselt und erreicht unseren Server nur in dieser Form. Der Schlüssel wird aus deinem persönlichen Zugangslink abgeleitet und nicht an uns übertragen. Im laufenden Betrieb kann daher niemand aus unserem Team einen Chatverlauf mitlesen.

Wir nennen das Verfahren bewusst nicht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Wer sich Zugriff auf unsere Datenbank verschaffen würde, fände dort neben den verschlüsselten Nachrichten auch Schlüsselmaterial vor und könnte sie damit lesbar machen. Der Schutz richtet sich gegen das Mitlesen auf dem Übertragungsweg und im normalen Betrieb — nicht gegen einen vollständigen Datenbankeinbruch. Wir halten diese Unterscheidung für wichtig genug, sie hier zu benennen, statt ein stärkeres Versprechen zu geben, als die Technik trägt.

d) Benachrichtigungen

  • E-Mail: an die Adresse deines Kontos.
  • Push: Wir speichern einen technischen Geräte-Identifier (Token). Widerruf jederzeit über die Einstellungen deines Browsers oder Geräts.
  • SMS: Nur, wenn du im Konto eine Mobilnummer hinterlegt und den SMS-Versand aktiviert hast — und für den Finder nur dann, wenn er im Formular eine Nummer angegeben hat. Die Nummer wird verschlüsselt gespeichert. Zum Versand selbst protokollieren wir eine gekürzte Fassung der Nummer und einen nicht rückrechenbaren Prüfwert, um Missbrauch zu begrenzen; dieses Protokoll wird nach 90 Tagen gelöscht.

7 Vertrauensperson (Bee-Buddy)

Mit Bee-Buddy kannst du bis zu zwei Personen hinterlegen, die benachrichtigt werden, wenn du selbst nicht erreichbar bist. Die Funktion gehört zu deinem Zugang — sie steht dir zur Verfügung, solange dein Probeflug läuft oder du einen HIVE-PASS hast.

Wie jemand Vertrauensperson wird: Du gibst die E-Mail-Adresse oder Mobilnummer an, die im Bee-ID-Konto dieser Person hinterlegt ist. Wir schreiben sie daraufhin per E-Mail an und nennen dabei deinen Namen. Angefragt werden können ausschließlich bestehende Bee-ID-Konten — Menschen, die uns nie beauftragt haben, schreiben wir nicht an. Die Person muss sich anmelden und ausdrücklich zustimmen; erst dann ist sie eingetragen. Du kannst bis zu fünf Personen gleichzeitig anfragen, aber nur die ersten beiden Zusagen bekommen einen Platz.

Was übermittelt wird: Löst ein Finder den Notfallweg aus, werden alle hinterlegten Vertrauenspersonen benachrichtigt — per E-Mail und Push, zusätzlich per SMS, sofern in ihrem Konto eine Mobilnummer hinterlegt ist. Auf der verlinkten Seite sehen sie deinen Namen, den vom Finder beschriebenen Fundort und können direkt mit dem Finder schreiben. Wer die Seite zuerst öffnet, übernimmt den Kontakt; die andere Person sieht dann nur noch, dass sich bereits jemand kümmert. Das ist eine Weitergabe deiner Daten an eine dritte Person — sie erfolgt nur, weil du sie durch das Hinterlegen dieser Person ausdrücklich gewollt hast. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

Rechte der Vertrauensperson: Sie sieht in ihrem eigenen Konto jederzeit, für wen sie eingetragen ist, und kann die Rolle dort mit einem Klick beenden — ohne dich fragen zu müssen. Ihre Mobilnummer stammt aus ihrem eigenen Konto; wir speichern sie für diesen Zweck nicht gesondert.

Missbrauchsschutz: Der Notfallweg ist mengenmäßig begrenzt (pro Code, pro Nummer, pro Tag). Wird eine Vertrauensperson mehrfach alarmiert, ohne dass sich jemand meldet, schaltet sich der Weg von selbst ab.

8 Empfänger und Dienstleister

Wir verkaufen keine Daten und geben sie nicht zu Werbezwecken weiter. Für den Betrieb setzen wir jedoch Dienstleister ein, die in unserem Auftrag und nach unseren Weisungen verarbeiten (Art. 28 DSGVO):

  • Stripe — Zahlungsabwicklung. Daten fließen erst, wenn du aktiv einen Kauf auslöst; vorher nicht. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. stripe.com/de/privacy
  • seven.io (seven communications GmbH & Co. KG, Deutschland) — SMS-Versand. Übermittelt werden die Zielrufnummer und der Nachrichtentext.
  • OneSignal, Inc. (USA) — Push-Benachrichtigungen, nur nach deiner Zustimmung im Browser. Die Übermittlung in die USA stützt sich auf den Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission zum EU-US Data Privacy Framework (Art. 45 DSGVO); OneSignal ist danach zertifiziert. Für den Fall, dass diese Grundlage entfällt, sieht der Auftragsverarbeitungsvertrag die EU-Standardvertragsklauseln vor (Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO). Eine Kopie dieser Garantien kannst du über die unten genannte Kontaktadresse anfordern.
  • IONOS SE (Deutschland) — Hosting und E-Mail-Versand.

Darüber hinaus geben wir Daten nur weiter, wenn wir gesetzlich dazu verpflichtet sind oder es zur Durchsetzung unserer Rechte erforderlich ist.

9 Speicherdauer

Wir löschen automatisiert, nicht auf Zuruf. Ein täglicher Job räumt ab:

  • Fundmeldungen samt Chat, Foto und Standort: 30 Tage nach der Meldung. Danach ist der Vorgang vollständig entfernt, einschließlich der hochgeladenen Datei.
  • SMS-Versandprotokolle: 90 Tage.
  • Scan-Statistik: dauerhaft, aber ohne Personenbezug — gespeichert werden Zeitpunkt, Sprache und ein nicht rückrechenbarer Prüfwert.
  • Kontodaten: bis zur Löschung des Kontos, danach 3 Monate Reaktivierungsfrist (siehe Abschnitt 5).
  • Rechnungen und Buchungsbelege: 10 Jahre (§ 147 AO, § 257 HGB).

10 Cookies und lokale Speicherung

Wir setzen technisch notwendige Cookies für Login-Status, Sitzung und Schutz vor Formularmissbrauch. Werbe-Cookies setzen wir nicht.

Cookie beeid_last_ticket: speichert deinen Chatzugang 3 Tage lang lokal auf deinem Gerät, damit du schnell zurückfindest.

Optionale Dienste — derzeit Push-Benachrichtigungen — werden erst nach deiner Zustimmung im Einwilligungsbanner geladen. Deine Auswahl kannst du dort jederzeit ändern.

Rechtsgrundlagen: § 25 Abs. 2 TDDDG für technisch notwendige Speicherung, § 25 Abs. 1 TDDDG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO für alles Übrige.

11 Deine Rechte

Dir stehen zu:

  • Auskunft (Art. 15 DSGVO)
  • Berichtigung (Art. 16 DSGVO)
  • Löschung (Art. 17 DSGVO) — direkt im Konto unter Profil → Konto löschen
  • Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO)
  • Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO) — als ZIP-Export im Konto abrufbar
  • Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage berechtigter Interessen (Art. 21 DSGVO)
  • Widerruf erteilter Einwilligungen mit Wirkung für die Zukunft

Diese Rechte gelten auch für Finder. Wer eine Fundmeldung abgegeben hat und sie zurückziehen möchte, wendet sich an die unten genannte Adresse; ohne weiteres Zutun ist die Meldung nach 30 Tagen ohnehin gelöscht.

Kontakt für alle Datenschutzanliegen: privacypolicy@bee-id.com

Du hast außerdem das Recht, dich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu beschweren. Für uns zuständig ist der Sächsische Datenschutzbeauftragte, Devrientstraße 5, 01067 Dresden.

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Sammy Bee